Geröstetes Brot, Grillgemüse oder ein Stück Fisch bekommen mit einer würzigen Tomatenbutter sofort mehr Charakter. Ich zeige dir ein unkompliziertes Rezept mit getrockneten Tomaten, Tomatenmark, Knoblauch und Kräutern, erkläre die wichtigsten Zutaten und verrate, wie die Butter cremig bleibt, ohne wässrig oder übersalzen zu werden.
Eine würzige Tomatenbutter gelingt mit wenigen Zutaten und etwas Geduld
- 10 Minuten Zubereitung reichen für eine aromatische Würzbutter.
- Weiche Butter verbindet sich besser mit Tomaten und Gewürzen.
- Getrocknete Tomaten in Öl liefern mehr Geschmack als frische Tomaten.
- Die fertige Butter hält sich gekühlt etwa 5 bis 7 Tage.
- Besonders gut passt sie zu Brot, Grillgemüse, Kartoffeln und Fisch.

Mein schnelles Grundrezept für aromatische Tomatenbutter
Für eine Schale mit etwa 6 bis 8 Portionen nehme ich bewusst keine lange Zutatenliste. Die Butter soll nach Tomate schmecken und nicht von zehn Gewürzen überdeckt werden.
| Zutat | Menge |
|---|---|
| weiche Butter | 125 g |
| getrocknete Tomaten in Öl | 50 g abgetropft |
| Tomatenmark | 1 EL |
| Knoblauch | 1 kleine Zehe |
| frisches Basilikum | 1 EL fein geschnitten |
| Zitronensaft | 1 TL |
| Salz und schwarzer Pfeffer | nach Geschmack |
Die Butter sollte wirklich weich sein, aber nicht geschmolzen. Bei Zimmertemperatur braucht sie meist 30 bis 45 Minuten. Geschmolzene Butter verbindet sich zwar zunächst gut, wird beim Abkühlen aber oft ungleichmäßig und verliert ihre streichfähige Konsistenz.
Darum machen getrocknete Tomaten den größten Unterschied
Frische Tomaten enthalten viel Wasser. In einer kalten Butter sorgen sie schnell dafür, dass die Masse weich, instabil und geschmacklich eher mild wird. Getrocknete Tomaten bringen dagegen konzentriertes Aroma, natürliche Süße und eine kräftige Farbe mit.
Ich verwende am liebsten Tomaten, die in Öl eingelegt sind. Sie lassen sich direkt verarbeiten und bleiben saftig. Sehr trockene Tomaten sollten vorher etwa 10 bis 15 Minuten in warmem Wasser eingeweicht und anschließend gründlich trocken getupft werden.
Welche Zutaten lassen sich austauschen?
| Wenn du möchtest | Dann passt gut | Das verändert sich |
|---|---|---|
| mehr Schärfe | eine Prise Chiliflocken | fruchtige Wärme und mehr Tiefe |
| weniger Knoblauch | eine halbe Zehe oder Knoblauchöl | milderes Aroma |
| mediterrane Kräuternote | Thymian, Oregano oder Rosmarin | herzhafter und kräftiger |
| vegane Variante | pflanzliche Block-Butter | ähnliche Konsistenz, je nach Produkt leicht anderer Geschmack |
Beim Salz bin ich zurückhaltend, weil eingelegte Tomaten und Butter oft schon Würze mitbringen. Erst mischen, dann abschmecken. Ein Teelöffel Zitronensaft wirkt unscheinbar, hebt aber die Tomatennote und verhindert, dass die Butter schwer und eindimensional schmeckt.
So wird die Mischung glatt, cremig und gut streichfähig
- Tomaten vorbereiten: Die getrockneten Tomaten abtropfen lassen und mit Küchenpapier trocken tupfen. Anschließend sehr fein hacken oder kurz im Mixer zerkleinern.
- Butter aufschlagen: Die weiche Butter mit einer Gabel oder einem Handrührgerät etwa 1 bis 2 Minuten cremig rühren.
- Aromen einarbeiten: Tomaten, Tomatenmark, Knoblauch, Basilikum und Zitronensaft unterrühren.
- Abschmecken: Mit Pfeffer und zunächst wenig Salz würzen. Wer mag, ergänzt Chiliflocken oder etwas geräuchertes Paprikapulver.
- Durchziehen lassen: Die Butter in eine kleine Schale geben oder zu einer Rolle formen und mindestens 30 Minuten kühlen.
Beim Mixen lohnt sich ein kurzer Pulsbetrieb. Wenn die Tomaten zu lange püriert werden, entsteht schnell eine sehr kompakte Paste. Ich mag es, wenn noch kleine rote Stückchen sichtbar bleiben, weil die Butter dadurch lebendiger wirkt und auf Brot mehr Biss hat.
Die häufigsten Fehler
- Zu kalte Butter: Die Zutaten verteilen sich schlecht und die Masse bleibt körnig.
- Zu viel Tomatenmark: Mehr als 1 bis 1,5 Esslöffel macht die Butter schnell säuerlich und pastig.
- Nasse Tomaten: Überschüssiges Öl oder Wasser kann die Konsistenz instabil machen.
- Zu frühes Salzen: Eingelegte Tomaten bringen bereits Salz mit.
- Direktes Servieren: Nach einer halben Stunde Kühlzeit schmeckt die Mischung deutlich runder.
Frische Varianten für Brot, Grillabend und warme Gerichte
Die klassische Version passt hervorragend zu knusprigem Baguette, Bauernbrot und gegrilltem Fleisch. Für einen norddeutschen Abend mit Ofenkartoffeln oder gegrilltem Gemüse würde ich die Butter etwas kräftiger mit Thymian, schwarzem Pfeffer und einer Spur Zitronenschale würzen.
Für Grillbrot und Baguette
Die Butter direkt auf warmes Brot zu streichen, ist die einfachste und meiner Meinung nach beste Verwendung. Alternativ kannst du Baguettescheiben dünn bestreichen und bei mittlerer Hitze kurz grillen. Dabei lieber aufmerksam bleiben, denn Knoblauch und Tomatenmark bräunen schnell.
Für Kartoffeln und Gemüse
Ein Teelöffel auf heißen Pellkartoffeln reicht oft schon aus. Auch Maiskolben, Zucchini, Paprika und grüner Spargel profitieren von der Würzbutter. Bei sehr zartem Gemüse dosiere ich sparsam, damit die Butter das Gemüse ergänzt und nicht vollständig überdeckt.
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Für Pasta und Fisch
Für eine schnelle Sauce genügt es, etwa 30 g Tomatenbutter mit 2 bis 3 Esslöffeln Nudelwasser zu verrühren. Zu gebratenem Kabeljau, Lachs oder Garnelen passt die Variante besonders gut, wenn du etwas Zitronensaft und Petersilie ergänzt.
Auch frische Tomaten können verwendet werden, allerdings würde ich sie vorher entkernen, fein würfeln und gut abtropfen lassen. Das Ergebnis schmeckt frischer, ist aber weniger intensiv und sollte innerhalb von ein bis zwei Tagen verbraucht werden.
Aufbewahren, Einfrieren und richtig Servieren
Die fertige Butter hält sich in einem gut verschlossenen Behälter im Kühlschrank ungefähr 5 bis 7 Tage. Enthält sie besonders viel frischen Knoblauch oder frische Tomaten, würde ich sie vorsichtshalber innerhalb von 3 bis 5 Tagen aufbrauchen. Für die Entnahme immer ein sauberes Messer verwenden.
Zum Einfrieren portioniere ich die Butter in kleine Stücke oder fülle sie in Eiswürfelformen. So kannst du später genau die Menge entnehmen, die du für eine Kartoffelpfanne oder eine Portion Pasta brauchst. Gut verpackt bleibt sie etwa 2 bis 3 Monate aromatisch.
Vor dem Servieren sollte die Butter etwa 10 Minuten bei Raumtemperatur stehen. Eiskalt schmeckt sie deutlich weniger aromatisch. Wird sie zu weich, hilft eine kurze Kühlzeit von 15 bis 20 Minuten, ohne dass die Masse hart und brüchig wird.
Die beste Balance liegt zwischen Tomate, Säure und Butter
Ein gutes Tomatenbutter-Rezept lebt nicht von möglichst vielen Zutaten, sondern von einem klaren Verhältnis. Für 125 Gramm Butter sind etwa 50 Gramm getrocknete Tomaten, ein Esslöffel Tomatenmark und ein kleiner Spritzer Zitrone ein zuverlässiger Ausgangspunkt.
Ich würde die Butter frisch zubereiten, kurz durchziehen lassen und zunächst auf geröstetem Brot probieren. Erst dann zeigt sich, ob noch Salz, Pfeffer, Kräuter oder Schärfe fehlen. So entsteht eine vielseitige Würzbutter, die ebenso gut zum Grillabend wie zu Kartoffeln, Pasta und Fisch passt.